10. April 2026
Berlin – Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft begrüßt das Gespräch von Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union, Mahmoud Ali Youssouf, am Dienstag im Kanzleramt.
„Das Treffen ist ein wichtiges Signal. Deutschland muss die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union jetzt strategisch, wirtschaftlich und partnerschaftlich vertiefen. Afrika ist für deutsche Unternehmen längst Teil von Diversifizierung, Wachstum und Resilienz“, sagt Claudia Voß, Hauptgeschäftsführerin des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft.
„Nun kommt es darauf an, den politischen Austausch in konkrete Fortschritte zu übersetzen: bessere Rahmenbedingungen für Investitionen, stärkere Handelsbeziehungen und eine engere Kooperation mit der Afrikanischen Union als zentralem Partner. Entscheidend ist, dass auf politische Signale wirtschaftliche Umsetzung folgt. Die deutsche Wirtschaft ist bereit, ihren Beitrag zu leisten“, fügt Voß hinzu.
„In der Vergangenheit war es bei Besuchen hochrangiger afrikanischer Regierungsvertreter immer wieder schwierig, auf deutscher Regierungsseite die nötige politische Aufmerksamkeit und die passenden Gesprächspartner zu mobilisieren. Gerade deshalb ist der Termin im Kanzleramt ein wichtiges Signal. Wer Afrika als strategischen Partner ernst nimmt, muss den politischen Dialog verlässlich und regelmäßig führen“, gibt Voß zu bedenken.
Hintergrund: Bundeskanzler Friedrich Merz wird am Dienstag, 14. April, den Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union (AU), Mahmoud Ali Youssouf, zu einem Gespräch im Kanzleramt empfangen. Die Afrikanische Union ist – als einzige kontinentale afrikanische Organisation – für Deutschland ein zentraler strategischer Partner in Afrika. Unsere enge Zusammenarbeit ist gerade auch vor dem Hintergrund aktueller geopolitischer Entwicklungen von großer Bedeutung. Der Vorsitzende der AU-Kommission wird sich anlässlich der Sudan-Konferenz am 15. April in Berlin aufhalten, bei der er Co-Gastgeber ist.